Gärtnern ohne Gifte

Jetzt im Frühling gibt es in unserem Garten wieder eine Menge zu tun. Vor allem überall wuchernde Wildkräuter und sich ausbreitendes Moos machen uns viel Arbeit. Viele Menschen greifen in solchen Situationen zu Herbiziden und andere Pflanzengiften, um „Unkräuter“ abzutöten und Moos den Garaus zu machen. Doch solche „Chemiekeulen“ kommen bei uns natürlich nicht in Frage, denn es gibt auch umweltschonende Methoden.

Gifte treffen auch die Anwender

Pflanzengifte haben nicht nur den Nachteil, dass sie sich in der Umwelt anreichern und auch „nützliche“ Pflanzen und Tiere vergiften. Die chemischen Keulen können auch uns selbst treffen – oder unsere Kinder, die gerne im Garten spielen. Deshalb halten wir Wildkräuter auf die klassische Art im Zaum – durch Jäten! Moos auf Wegplatten entfernen wir mit einer Unkrautbürste. Moos im Rasen bestreuen wir mit Holzasche, denn das Moos verkümmert dann und kann mit einem Rechen leicht aus dem Gras entfernt werden.

Schädlingsbekämpfung ohne Chemie

Glücklicherweise hatten wir in unserem Garten bislang keine nennenswerten Probleme mit Schädlingen. Wenn aber mal die Bäume und Sträucher im Garten unter Blattläusen, Spinnmilben oder Pilzen leiden, muss man ebenfalls keine Chemikalien einsetzen. Wenn man die Pflanzen regelmäßig mit Brennnesselsud oder Schachtelhalmtee besprüht, werden sie gestärkt und die Schädlinge vertrieben. Sud und Tee kann man ganz einfach selbst herstellen, mittlerweile gibt es aber entsprechende Kräutermischungen und –pulver auch in Apotheken und Gärtnereien kaufen.

Schnecken schonend scheuchen

Mit Schnecken im Garten haben wir ebenfalls keine Probleme, aber auch die kann man auf umweltschonende Weise verscheuchen. Wenn man Schneckenkörner streut, sollte man lieber Körner mit unbedenklichem Eisenphosphat statt mit giftigem Metalldehyd nehmen. Einzelne Pflanzen kann man auch mit Schneckenkragen schützen, ganze Gemüsegärten kann man mit Schneckenzäunen einfassen. Die darin lebenden Schnecken kann man mit Bierfallen anlocken und beseitigen: Dazu wird ein halbvoller Becher mit Bier im Beet eingegraben, der Biergeruch lockt die Schnecken an und sie ertrinken.

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