Immer noch ohne Auto?!

Unsere Kinder sind wahre Autonarren. Der Fuhrpark ist enorm und reicht von kleinen Flitzern über große Traktoren bis zu riesigen Baggern. Aber alle diese Fahrzeuge machen ihnen nur Spaß, wenn sie für den richtigen Zweck zum Einsatz kommen. Ein schneller Sportwagen im Sandkasten ist genauso langweilig, wie ein starker Bagger auf dem Teppichboden. Deshalb fänden die Kinder es sicher auch langweilig, wenn wir immer nur ein und dasselbe Auto fahren würden.

Zehn Jahre ohne Auto

„Seid Ihr immer noch ohne Auto?“ Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, obwohl ich schon seit fast genau zehn Jahren keinen eigenen Wagen mehr habe. Meine Frau hatte sogar noch nie ein eigenes Automobil – und auch seitdem wir uns kennen, haben wir nie eines gebraucht. Als wir vor drei Jahren in eine neue Stadt zogen, hatten wir mal kurz über ein eigenes Fahrzeug nachgedacht – aber letztlich beschlossen wir, es auch weiter ohne zu versuchen.

Drei Jahre ohne Auto

Unser Experiment „Familie mit kleinen Kindern ohne Auto“ läuft nun also schon seit drei Jahren. Zur Arbeit fahre ich mit Bahn und Bus. Unsere täglichen Einkäufe können wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Das klappt alles sehr gut, und wir vermissen das Auto nicht. Und glücklicherweise bedeutet unser Verzicht auf ein eigenes Auto nicht, dass wir völlig ohne auskommen müssen. Manchmal müssen nämlich auch wir etwas Schweres transportieren oder irgendwo hin fahren, wo man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht hin kommt.

Auf Weltreise tot schleppen?

Gestern waren wir zum Beispiel mal wieder bei einem Möbelhaus, wo man die Bausätze für das Mobiliar gleich mitnehmen kann. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre diese Fahrt nicht nur eine Weltreise geworden, auf dem Rückweg hätten wir uns an unseren Einkäufen auch noch tot geschleppt. Es musste also ein Auto her – und das Gute war, dass wir die freie Auswahl zwischen den verschiedensten Autotypen hatten. Das geht nämlich beim Carsharing!

Ein Tag mit Auto

Bei unserer hiesige Carsharing-Organisation haben wir nämlich den gleichen Vorteil wie unsere Kinder: Der Fuhrpark ist enorm und reicht von kleinen Flitzern über große Kombis bis zu riesigen Transportern. Wir entschieden uns für einen großen Kombi, der nicht nur genügend Platz für uns, sondern auch für unsere Einkäufe bot. Unsere Kinder sind wahre Autonarren und sie fanden den Ausflug mit einem „richtigen“ Auto toll. Und sie finden es ganz selbstverständlich, dass wir je nach Bedarf mal ein kleines und mal ein großes Fahrzeug fahren.

Lesen Sie dazu mehr: Carsharing: Autos teilen, statt besitzen

4 Gedanken zu „Immer noch ohne Auto?!

  1. Bärbel Schäfer

    Lieber Herr Frerichs!
    Endlich mal ein Beitrag, der sich auf amüsante Weise mit dem Thema „Leben ohne Auto“ beschäftigt und zugleich informativ ist. Ich „verzichte“ auch schon seit vier Jahren bewusst auf ein Auto, hatte bislang aber das Carsharing noch nicht im Blick. Werde es bestimmt bald ausprobieren. Danke für den Tipp und halten Sie durch.
    Ihre Bärbel Schäfer

  2. Stefanie Gekle

    Danke für diesen Beitrag! Er spricht mir auch aus dem Herzen!
    Wir als dreiköpfige Familie mit Kleinkind kommen auch sehr gut ohne eigenes Auto aus. Wir wohnen in einem Vorort von München und können eigentlich alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigen. Und wir haben das große Glück eine tolle U-Bahn-Anbindung zu haben.
    Wenn doch mal ein Auto nötig ist, nutzen wir das hiesige Carsharing, was für unseren kleinen Sohn dann auch immer ein besonderes Erlebnis ist.
    Ich denke, dass die Autonutzung viel mit Gewohnheit zu tun hat. Wenn ich ein eigenes Auto zur Verfügung hätte, würde ich es wahrscheinlich auch öfter nutzen. Aber so bin ich ganz froh, dass ich gar nicht darüber nachdenken muss, sondern ganz selbstverständlich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bin.
    Was ich allerdings mit kleinem Kind nicht mehr so häufig nutze, ist die Deutsche Bahn. Ich bin sehr unzufrieden mit der Sauberkeit und dem fehlenden Service. Als allein reisende Mama mit Kind werden einem leider sehr sehr viele Hürden in den Weg gelegt, von den fehlenden Aufzügen am Bahnsteig bis hin zu stark verschmutzen Kinderabteilen.
    Viele Grüße,
    Stefanie Gekle

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